Der

Historische Verein von Oberbayern

 (gegründet 1837) fördert die landes-, regional- und stadtgeschichtliche Forschungsarbeit im Bereich des Regierungsbezirks Oberbayern und vermittelt historische Forschungsergebnisse an eine breitere Öffentlichkeit. Der Verein hat seinen Sitz am Stadtarchiv München; er ist auch über Facebook erreichbar.

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Aktuelles

Neuerscheinung: Oberbayerisches Archiv 143 (2019)
ISBN 978-3-9817061-6-1 mehr 

Die "Bilder-Sammlung" des Historischen Verein ist im online-Portal "bavarikon" präsent:
Institutionen-Porträt / Die "Bildersammlung" des Vereins

TERMINE

Abgesagt wegen Corona: Di, 31. März 2020
Prof. Dr. Gerhard Fouquet, Kiel
Der Münchner Ratsherr Jörg Katzmair und seine Denkschrift über die Unruhen in der bayerischen Residenzstadt zwischen 1397 und 1403
(abgesagt ist auch die gesamte Tagung "Fürstliche Residenz und städtische Gesellschaft")
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Schätze aus der "Bildersammlung" des Historischen Vereins von Oberbayern" (Ausstellung bis 31.7.2020)
Stadtarchiv München, Winzererstr. 68, 80797 München
Öffnungszeiten:
Das Stadtarchiv ist bis auf weiteres für Besucher geschlossen!
Eintritt frei!

Mo, 27. April 2020, 18.30 Uhr
Prof. Dr. Marita Krauss / Erich Kasberger, Pöcking
Ein Dorf im Nationalsozialismus: Pöcking 1930 - 1950
Der Blick auf Pöcking am Starnberger See mit seinen Nachbardörfern Aschering und Maising ergab eine exemplarische Dorfgeschichte: Neben Landwirten und Handwerkern lebten hier auch die Besitzer großer Villen, die eng in die Welt des Nationalsozialismus eingebunden waren. Sichtbar werden die lokalen Handlungsspielräume und Konfliktlinien, der Kampf um Straße und Wirtshaus, die Skepsis der Bauern und das Überleben von Juden. Die vergleichende Analyse der Mitgliedschaften in NS-Organisationen bietet wichtige überregionale Erkenntnisse.

Mo, 11. Mai 2020, 18.30 Uhr
Dr. Christine Rädlinger, München
Kultivierte Wildnis - Die Geschichte des Murnauer Mooses

Seit 1980 steht das Murnauer Moos, eines der mächtigsten Moorgebiete Mitteleuropas, unter Naturschutz. Über Jahrhunderte hinweg aber wurde das Moor in fast allen Bereichen von Menschen erschlossen und für deren Zwecke genutzt. Der Vortrag befasst sich mit der Nutzungsgeschichte dieses Mooses und  mit den Veränderungen, die diese Nutzung bewirkte. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, warum gerade das Murnauer Moos einer großflächigen Kultivierung entging.
Di, 23. Juni 2020, 18.30 Uhr
Prof. Dr. Bernd Braun, Heidelberg
"Ein schreckliches und sinnloses Ende". Die Ermordung des deutschen Botschafters in Portugal Albert von Baligand 1930
Am 7. Juni 2020 jährt sich zum 90. Mal die Ermordung von Albert von Baligand. Während andere zu Zeiten der Weimarer Republik verübte Attentate im Bewusstsein der Geschichtsinteressierten präsent und teilweise im Kanon der deutschen Erinnerungskultur verankert sind, ist dieses spektakuläre Verbrechen in Lissabon bisher fast völlig unbekannt geblieben. Der Vortrag zeichnet den Mord und seine Umstände ebenso nach wie die Biografien der beiden Hauptbeteiligten: des in München geborenen und beigesetzten Diplomaten Albert von Baligand, der innerhalb des Auswärtigen Amtes zur Minderheit derjenigen gehörte, die auf dem Boden der Republik standen, und seines Mörders, des deutschen Seemanns Franz Piechowski.